Samstag, 22. August 2009
liebesgedicht
ein sanftes flehen immerzu
zur steten suche auserkoren
und das ziel der suche
das bist du
das was ich bin
ist immer ganz
ist ganz gekommen
und wird ganz gehn
und doch
den feurig wilden lebenstanz
werd ich erst dann verstehn
kann ich in meinem lichterkranz
hand in hand
neben dir stehn
so trachte ich zu allererst
das raten mir die lichten wesen
mich auf die suche zu begeben
nach mir selbst und meinem herz
trotz dunkelheit nicht zu verzagen
trotz einsamkeit und schmerz
neben meinem glanz
nach deinem glanz zu fragen
aber erst nachdem
mein licht mich selber wärmt
ist mir möglich zu verstehen
woher der antrieb kommt
für mein unablässig herzensflehen
es ist deine sehnsucht
mich zu finden
mir die hand zu reichen
dich zu binden
und in diesem neuen lichterkranz
in liebe uns zu finden
Sonntag, 26. Juli 2009
der gürtel des orion
abus hassiv steigt von seinem kamel. er setzt sich in den schon kühlen sand und hebt seinen kopf. er sieht das dach des zeltes das er bewohnt. es macht ihn atemlos. wie jede nacht. der himmel ist wolkenlos. aber nicht endlos. er behütet ihn. so wie ein baldachin, übersäht mit zahllosen diamanten. er schützt ihn und macht ihn furchtlos.
sein kamel hat sich schwerfällig neben ihn in den sand gelegt. seine wärme und seine geräusche, auch sein geruch tut ihm gut. sein zelt ist groß, da tut es gut nicht alleine zu sein.
"du blickst immer nur soweit, wie deine gedanken deinen blick tragen können". das hat ihm sein vater gesagt. am lagerfeuer. als ihm die geschichten seiner ahnen erzält wurden.
seine gedanken waren weit. und das zelt in dem er saß war groß. aus dem getrockneten kameldung, den er mit sich führte, machte er sich ein kleines feuer.
er hüllte sich in seine decke und schon bald war er eingeschlafen.
sven hatluv stieg die leiter herab. so wie der das jeden tag machte. siebenundsechzig sporssen, die er zuvor auch hinaufgestiegen war. den weg nach oben nahm er beim letzten tageslicht. und wenn es wolkenlos war, so wie heute, war das schauspiel, das sich ihm bot, eines, das er mit nichts auf der welt tauschen wollte. er hatte dienst auf einer kleinen insel vor neufundland. er wartete einen leuchtturm der schiffen den weg wies, von denen er nichts wusste. die untergehende sonne machte einem sternenhimmel platz, der ihn alles vergessen ließ, was er an gedankenballast die sprossen hochgetragen hatte. "die sonne ist der stern der dir am nächsten ist. und das was du da oben funkeln siehst, ist nichts anderes als das, was dir morgen wieder auf den buckel brennt" das hat ihm sein vater erzählt auf den zahllosen fahrten, als sie mit vollen netzen in der jungen nacht in ihrem kleinen fischkutter den hafen ansteuerten.
rick bollerbee liebte den duft der blühenden gräser in denen er in den warmen monaten schlief.
alles war besser als der geruch feuchten moders, oder des unrates dunkler gassen, in denen er sich den rest des jahres aufhalten musste. die stadt der engel, das war sein zuhause. er mochte das meer, aber der rummel dort war nicht seine welt. im sommer lebte er in den hügeln über der stadt. das war nicht einfach, aber es war sein leben. und wenn er in der nacht auf die lichter der stadt blickte dann fühlte er sich frei. "in den lichtern dieser stadt spiegelt sich der himmel, such dir aus wo die engel leben" das hat ihm sein vater gesagt, an dessen gesicht er sich nicht mehr erinnern konnte. .
Samstag, 7. März 2009
Stand still und blickte hinauf. Er hätte sich auch hinlegen können. Das hätte den gleichen Effekt für seine Augen gehabt. Sie wären nach oben gerichtet. Aber er hatte sich für die etwas schwierigere Methode entschieden. Für die Methode, die wesentlich mehr Konzentration erforderte. Auch mehr Kraft.
Aber er sagte sich, dass das der bessere Weg sei, um zu erreichen was er sich vorgenommen hatte. Schließlich hatten alle im Dorf gemeint, er wäre verrückt. Aber er hatte so eine Bezeichnung noch nie als etwas negatives oder eine Beschimpfung gesehen. Verrückt ist, das war seine Definition dieses Wortes, verrückt ist jemand, den Gott an eine andere Stelle gestellt hat als er vorher war. Wenn jemand einen Sessel verrückt, ist das auch für niemanden etwas besonderes.
Er konnte nicht genau sagen, wie lange er schon so dastand. Wenn man so lange immer die gleiche Tätigkeit ausübt, wird die Zeit zu etwas relativem. Eine Sekunde hat keine Bedeutung. Eine Minute ist ein abstrakter Begriff. Und das eigenartige daran war, die Minute war nicht etwa deswegen zu einem abstrakten Gegenstand geworden, weil so viele immergleiche an einem vorbeizogen. Nein, es war genau umgekehrt. Sobald er an Zeit dachte und sich überlegte wielange zum Beispiel das Frauengesicht benötigen würde, sich in einen, sagen wir einmal... Elefantenkopf zu verwandeln, sobald ihm also Zeit in den Sinn kam, war eine Minute so übervoll angefüllt mit Ereignissen, dass sie nicht und nicht vergehen wollte. Er stand eine Ewigkeit da, die gespickt war mit kleinen Ewigkeiten. Unterewigkeiten, wenn man so will. Ewigkeiten die parallel verliefen.
Er machte die Erfahrung, dass wenn er die Sekunden zählte, nicht nur am Himmel enorm viel passierte. Auch in ihm ging eine Unmenge vor sich. Er spürte seine Muskeln, sein Kreuz und vor allem sein Nacken schmerzte ihn zusehends. Das passierte in seiner Wahrnehmung parallel. Das war eine interessante Entdeckung. Und sie verblüffte ihn ein wenig. Es war das erste mal, dass er sich auf zwei Sachen gleichzeitig konzentrierte. Und das ging sogar ganz automatisch. Er brauchte nichts dazutun. Es passierte während er erstaunt beobachtete, wie sich die Form der sich über ihm weiß auftürmenden Wolken veränderte. Unmerklich eigentlich. Es war mehr wie ein stetiges hineinwachsen in eine ihm bekannte Form, die aber nur erreicht wurde, um weiterzuwachsen und langsam, auch wieder fast unmerklich, wieder in etwas neues überzugehen.
Es war gleichzeitig auch die enorme Mächtigkeit der Wolkentürme über ihm und das sich ständig ändernde Licht. Aber das war ihm noch nicht ganz bewusst geworden. Das nahm er nur wahr, wie man den Geruch einer Person wahrnimmt, ohne ihn zu riechen. Es ist mehr etwas, was Gefühl auslöst, ohne als Auslöser in Erscheinung zu treten.
Und neben diesen Beobachtungen passierte eben auch noch anderes. Gleichzeitig passierte etwas in ihm, oder mit ihm. Eben ohne sein zutun.
Er spürte den kleinen Stein auf dem er anscheinen stand. Ein kleiner Kiesel, oder ein Stück Holz oder sonst eine Unebenheit. Winzig. Beim hinstellen nicht wahrgenommen, entpuppte sich das kleine etwas unter seiner Schuhsole als Störenfried. Als etwas unangenehmes. Gleichzeitig fühlte er das Gewicht seines Kopfes auf seinem Nacken lasten. Eigentlich ruhte sein Kopf auf dem zusammengedrückten Wulst von Halsfleisch, Kragen seiner Jacke und Haaren.
Er schaffte es die Muskeln anzuspannen, besser: zu bemerken, die er dazu benötigte, den Kopf zu bewegen. Er bewegte seinen Kopf nicht. Keinen Millimeter. Aber er konnte so tun als ob und er spürte genau, dass da im Hals Muskeln nur darauf warteten, endlich den Befehl ausführen zu können, der sozusagen in der Luft lag. Er spürte auch wie seine Hände dicker wurden. Sie hingen links und rechts an seinem Körper herab und hatten dort nichts zu tun, als dem Blut eine Möglichkeit zu geben, sich in ihnen zu sammeln. Er nahm das als dieses nicht zu beschreibende Gefühl wahr, das von einem Finger ausgeht, der ewig nicht bewegt wurde, und die Qual einer winzigen Bewegung als leises rieseln an seiner Umgebung auslässt. Wie stark dieser fingerliche Gefühlsausbruch ist, ist einzig und allein davon abhängig, wie sehr man daran denkt.
Er war woanders. Er war der verrückte. Und von dieser neuen Position aus blickte er gleichzeitig auf sich und die Wolken. Gleichzeitig nach innen und nach außen.
Er sah die Sachen gleichzeitig und gleichzeitig ganz.
Und auf einmal, und jetzt stutzte er, machte sich da noch eine dritte Welt auf. Das brachte ihn geradezu ein wenig aus dem Gleichgewicht. Aber er zwang sich, weiterhin ganz ruhig zu stehen. Die Wolken zu beobachten. Den Stein unter seiner Schuhsohle zu ignorieren. Er zuckte nur ganz leicht mit seinem rechten Zeigefinger, was sofort zu einem rieseln durch seine ganze Hand und eines Teiles seines Unterarmes führte. Gelassen nahm er es wahr, denn die Entdeckung der dritten Welt machte ihn fast ein wenig übermütig. Er hatte sich auf die Wiese am Hügel über seinem Dorf gestellt und hatte angefangen auf den Himmel zu starren, weil er davon überzeugt war, dass, wenn er nur lange genug auf einen Punkt im Blau blicken würde, er dann hinter den Himmel schauen könnte. Das war führ ihn eigentlich keine Frage nach dem ob, sondern nur eine des Tuns. Aber das es so kommen würde, hat ihn überrascht.
Die dritte Welt, die er jetzt erkannte waren seine Gedanken. Er erlebte nicht nur das Außen, die Wolken, und das Innen, seinen Körper, sonder auch noch das Dahinter, seine Gedanken.
Als er diesen Gedanken fertiggedacht hatte, schüttelte er sich, drehte seinen Kopf langsam nach allen Richtungen, rieb seinen schmerzenden Nacken, drehte sich um und ging langsam über den Hügel in sein Dorf zurück.
Freitag, 30. Januar 2009
tannenglühn
im frühen sonnenrauschen
zartes blau
schatten
tief wie dunkles meer
und licht
zarter noch als elfenhauch
vor meine augen gebreitet
vor meine hände gestellt
unter meine füsse gelegt
und geist mir gegeben
zu begreifen
das große
das geheime
das so offensichtliche
und doch so gut versteckte
ich
das werkzeug
mit dem gott
seine schöpfung
genießen kann
ich
nicht verschieden von gott
mit allem ausgestattet
zu erkennen
zu erleben
zu genießen
zu entscheiden
und doch
steht einer zwischen uns:
ich
ernsthaftigkeit
im streben
nach klarheit
um zu trennen
den schatten
vom
lichterhauch
ganz knapp hinter der klarheit
liegt die freude.
und klarheit
vermengt mit freude
ist glückseligkeit
und ganz knapp
hinter der glückseligkeit
liegt die dankbarkeit.
und glückseligkeit
vermengt mit dankbarkeit
ist liebe
und gesellt sich zur liebe
erworbenes wissen
dann ist erkennen nicht mehr fern
und dieses erkennen
ist kein gedanke mehr
ist reines verstehen
ist nur noch fühlen
weit jenseits
von worten
weit jenseits
von denken
um ein bild euch zu geben:
es ist wie ein instrument
das endlich angeschlagen
seinen eigenen ton nun spielt
und tut
wofür von anfang an
es geschaffen
nichts weiter
Dienstag, 27. Januar 2009
Friede
hin und wieder flog ein vogel vorbei, und die äste wiegten sich leise im wind.
vollkommene stille, die nur von den verzagten und geheimnisvollen geräuschen des hauses gewürzt war. geräusche deren ursprung man nur in den seltensten fällen feststellen konnte. wie bei einer feinen speise deren gewürz, obwohl zu erahnen, doch nicht zu bestimmen war.
ein seltener luxus den er sich da gönnte. und er war auch hart erarbeitet. zuvor musste er duch ein gestüpp schlechten gewissens. und einen sumpf guter vorsätze musste er auch druchwaten.
aber er hatte nicht aufgegeben und nun ernetete er die früchte seiner bemühungen.
ganz, ganz leise schien sich soetwas wie glück, oder glücklichsein in ihm erahnen zu lassen. man musste aber ganz ruhig halten, um es nicht zu verscheuchen. wie wenn sich eine junge feder
aus dem flaum eines kleinen vogels irgendwo niederließ. die berührung ist kaum zu spüren und der allerkleinste windhauch genügt, um sie wieder auf die reise zu schicken.
sogar seine gedanken waren ruhig. diese kampfrösser die ihn oft mit rasender geschwindigkeit mit sich nahmen. er hinten am wagen, an den zügeln zerrend, krampfhaft um gleichgewicht bemüht. doch jetzt machten sie sich nur gelegentlich durch leises schnauben bemerkbar.
oh, wie schön das war.
kurz war friede.
Herbst
hinaus ins weite Weltenall
die Sonnenstrahlen berühren dich
ein allerletztes mal
dann wirds kalt
doch kurz davor
breitet bruder herbst die schwingen aus
treibt alles was da kreucht und fleucht
noch einmal schnell ins land hinaus
dann wirds kalt
der herbst ist heimgeflogen
und ehe man es sich versieht
werden wütend Stürme toben
nahm er doch die letzten farben mit
dann wirds wirklich kalt
(2008)
Montag, 12. Januar 2009
wortspiel
.................................................................erblickt den topf
...........................................mit wasser am sieden
..................................................da nimmt sie den topf
.................................................................er starrt
..........................................................und erstarrt
..........................................................und erkennt:
................................................................er kennt die situation
sie nimmt den topf mit beiden händen
................................................................erscheint so stark
................................................................er scheint zu zittern
sie trinkt den topf in einem zug
er schreit: genug
................................................................erfasst die lage!
................................................................er fasst sich an den kopf
als sie lacht
und leise rülpst
und rauch steigt auf
Sonntag, 11. Januar 2009
und ich mache daraus ein gedicht.
innerhalb von 10 minuten. das ist die vorgabe.
so geschehen am ufer des viktoriasees in einem kleinen hotel
nicht weit von kampala, der hauptstadt ugandas, am 26.10.08
Vater - Heimat - Meer
lange schon
und fest geklammert
an das was übrig blieb
vom kahn
treibe ich verzweifelt
im weiten
ozean
denke an die liebste
weit fort
weit fort in meinem trauten
heim
sich sehne mich nach
wärme
alles was gewesen
will ich dir verzeihn
das meer ist weit
die wogen wallen
nur selten sehe ich den horizont
ich werde schwach
es steht die zeit
ich denke an den
vater
der im himmel wohnt
schon umkreisen mich
die lichten wesen
locken mich
verheißen mir
mit ihrem werben
ew´ge heimat
ich kehre zurück
in mutters schoß
um ruhig zu sterben
lasse ich los
schon schwerer war da die wortauswahl eines anderen freundes in einem lokal
in wien, wo wir bei ein paar bier den abend genossen.
die vorgabe waren wieder die 10 minuten.
epilepsie - los angeles - filzstift
von grossen worten einst getragen
lag in einem bett
ein mann, an körper groß und auch an geist
neon vor dem fenster
schreit so schrill
und macht ihm jeden traum zur qual
die im weißen mantel
die die weise worte sagen
ziehen fest den gurt
und lassen ihn allein
epilepsie
so sagen sie
die augen hat er fest verschlossen
ein wunsch bläht ihm auf das hirn
gebt mir einen filzstift
und eine rolle zwirn
ein traum quält sich hinter seine lider
neonrot
los angeles - nie wieder
dann war er tot
unsere erde spricht:
und doch
habe ich nichts eingebüßt
von meiner schönheit
um nicht ein jota
bin ich langsamer geworden
ich ziehe immer noch
meine bahnen
wie eh und je
meine haut
ist nicht mehr so faltig
wie in jungen jahren
und mein atem ist
etwas ruhiger geworden
nach wie vor liebe ich es
mit meinem wind
über meine berge
und durch meine täler zu streifen
die wipfel meiner bäume
zu liebkosen
die, die ich liebe
liebe ich immer noch
gebe alles was ich habe
und niemals werde ich
verlangen
daß mir etwas vergütet wird
sind wir doch alle eins
das was ich jetzt
berichten muß
ist in worte so schwer zu fassen:
die menschen die ich nähre
ehren mich nicht mehr
es scheint, also ob sie
mich vergessen hätten
sie nehmen sich alles
was ihr gutes recht ist
sind wir doch eins
doch haben sie
die ich nähre
auf den ausgleich
vergessen
und das bringt die dinge
aus ihrem gleichgewicht
es ist schwer zu fassen
ich gehe meinen weg
unbeirrbar
werde meinerseits geliebt
bedingungslos
sind wir doch eins
diese liebe die sich zeigt
in den strahlen der sonne
um die ich kreise
ermöglicht es mir
meinerseits zu lieben
und alles was ich habe
bereitzustellen
bedingungslos
doch nun haben die
die ich liebe
die ich nähre
vergessen auf die liebe
sie unterbrechen die kette
sie haben mich befallen
wie ungeziefer
sie bringen nicht mehr hervor
sie zerstören
nicht das berachten
meiner schönheit ist ihr
streben
(was das betrachten ihrer schönheit
ist
sind wir doch eins)
nein
es ist das raffen ihr antrieb
sie haben vergessen
wer sie sind
sie haben vergessen
was sie sind
sie zerstören sich selbst
meine liebe ist um
nichts geschmälert
nur
wird die liebe nicht
durch die achtung
geadelt
sie ist sie nichts wert
für den der sie empfängt.
zur diskussion
alles geht von alleine
das heisst
ohne unser zutun
das was wir zutun ist meist das was uns belastet
doch nicht immer ist das was last ist
auch das woran wir schwer zu tragen haben.
diese last will ich suchen
die die mir mehr nutzen bringt
als die kraft die ich aufwende
sie zu tragen
damit die rechnung aufgeht
und ich
wenn alles vorbei ist
zumindest ein bisschen was habe
über das ich denken kann
es ist meins
denn alles andere geht von alleine
mein herz schlägt ohne mein zutun
mein atmen
mein blicken
mein riechen
mein hören
alles ohne mein zutun
die werkzeuge funktionieren
nur benützen muß ich sie
und am ende soll etwas übrigbleiben
am ende sollen die werkzeuge
etwas geschaffen haben
so soll es sein
first lyric
liegt ein kleiner weg vor mir
und er hat mich nett gebeten
ihm zu folgen, weg
von hier
so stand ich auf und folgte ihm
und dachte mir nicht viel dabei
ich fragte nicht wo führst du hin
es war mir gänzlich einerlei
da bog der weg um eine ecke
unvermutet, wie auf der flucht
auf dass sich neugier mir erwecke?
als ob er selbst das ziel noch sucht?
auf einmal wurde es viel kühler
kein strahl der sonne traf uns mehr
ich dachte: weg ich bin dein schüler
führ mich weit, ich freu mich sehr
unvermutet mündete
der weg auf einen großen platz
und eine tafel kündete:
aus der weg, vorbei der spass
der beginn
sei dir selber treu
daraus folgt wie die nacht dem tage
du kannst nicht falsch sein gegen irgendwen
(shakespeare)